06.2021

Iserlohner Werkstätten als innovativer Vorreiter

Während der Feierlichkeit wurde sich nicht nur von den Besuchern an die Corona-Regeln eingehalten (Maske, Schnelltest, Abstand). Auch die neuen digitalen Kollegen und Kolleginnen trugen eine Maske und grüßten sich gegenseitig mit dem bekannten Corona-Gruß nachdem Mitarbeiter Rene Wenzel, der „Daniel Düsentrieb“ der Werkstätten, sie mit der Faust angestoßen hatte.

 

In einer kleinen Präsentation stelle Projektmanagerin Maike Franke das Projekt „Zugänge erhalten – Digitalisierung stärken“, dass durch digitale Unterstützung auf die Abmilderung der coronabedingten Folgen von Unternehmen zielt, vor. 10 Förderanträge wurden bei der Stiftung Wohlfahrtspflege eingereicht. Und eben diese wurden positiv beschieden. „Die Assistenzsysteme kommen in allen 5 Standorten bei uns zum Einsatz“ so Maike Franke.

 

Martin Ossenberg macht darauf aufmerksam, dass die Iserlohner Werkstätten, anders als mache Industrieunternehmen, die Roboter auch aus ergonomischen Gründen angeschafft haben. So können Menschen mit Beeinträchtigungen auch komplexere Montageprozesse durchführen, zu denen sie vorher nicht in der Lage waren. „Selbstbefähigung“ nennt Maike Franke als Stichwort dazu. Sie sieht durch die Digitalisierung die Chance Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zu individualisieren, zu optimieren und damit auch die Inklusion über die Grenzen der Werkstätten hinaus voranzutreiben. Martin Ossenberg spricht von einer regelrechten Aufbruchsstimmung.

 

Dr. Raimund Schmolze-Krahn, der die Evaluierung des Projektes übernimmt, bezeichnete die Werkstätten als „innovativen Vorreiter“. „Mit solchen Projekten ändert sich das Bild der Werkstätten, die in den Augen vieler Leute nur Holzspielzeuge herstellen. Hier erfahren wir eine ganze neue Art der Modernisierung von Non-Profit-Unternehmen“.

 

„Mit diesem Weg gehen wir große Schritte in Richtung Modernisierung der Werkstätten“ so Maike Franke. Sie ist fest davon überzeugt, dass die Iserlohner Werkstätten mit ihrem Projekt als Vorbild für andere Werkstätten aber auch Industrieunternehmen, im Bereich der Schaffung von digitalen inklusiven Arbeitsplätzen, sein werden.