Feierlicher Abschied in den Ruhestand: Annette Jeschak nach 47 Jahren in der Sozialen Arbeit und Jugendberufshilfe verabschiedet
Hagen. Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Johanniskirche Hagen ist Annette Jeschak, langjährige Geschäftsführerin der ehemaligen Arbeit-Leben-Zukunft (ALZ), einer Tochtergesellschaft der Diakonie Mark-Ruhr und heutigen Perspektiv gem. GmbH, in den Ruhestand verabschiedet worden. Zahlreiche Wegbegleiter:innen aus Kirche, Diakonie, Politik, Verwaltung und Belegschaft würdigten ihr jahrzehntelanges Engagement für junge Menschen und die Jugendberufshilfe in der Region.
Der Gottesdienst stand unter dem Leitwort „Es scheint immer unmöglich, bis es getan ist“ (Nelson Mandela). In seiner Ansprache hob Pfarrer Matthias Börner, Theologischer Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr, hervor, dass Annette Jeschak dieses Zitat im beruflichen Alltag gelebt habe: mit großem Verantwortungsbewusstsein, Vertrauen in Menschen und dem Ziel, junge Menschen darin zu stärken, an sich selbst zu glauben. Das Mandela-Zitat sei dabei stets auch als Ermutigung an die Auszubildenden zu verstehen gewesen. „Annette Jeschak hat Strukturen geschaffen, die jungen Menschen Perspektiven eröffnet haben – oft dort, wo andere keine mehr gesehen haben.“
Annette Jeschak war insgesamt 47 Jahre in der Sozialen Arbeit und der Jugendberufshilfe tätig, davon viele Jahre in leitender Verantwortung bei der ALZ beziehungsweise der Perspektiv gGmbH. Seit der Gründung der Arbeit-Leben-Zukunft im Jahr 2004 hat sie den Standort Hagen maßgeblich geprägt und weiterentwickelt. Ziel der Gesellschaft ist es, Jugendliche unter 25 Jahren sowie junge Menschen mit besonderem Förderbedarf beim Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf zu unterstützen, insbesondere junge Menschen mit Migrations- und Zuwanderungsgeschichte.
In den Werkstätten der Bereiche Hotel und Gastronomie, Hauswirtschaft sowie Kosmetik und Körperpflege haben unter ihrer Verantwortung viele junge Menschen berufliche Qualifikationen erworben und neue Lebenswege eingeschlagen. „Ich habe es immer gerne getan, Chancen für Jugendliche zu suchen und sie auf ihrem beruflichen Weg zu begleiten“, sagte Annette Jeschak. Besonders bewegend seien für sie die vielen Erfolgsgeschichten gewesen – vom eigenen Friseursalon bis hin zu Friseurmeistern auf internationalen Kreuzfahrtschiffen.
Volker Holländer, Kaufmännischer Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr, dankte Annette Jeschak für ihre konsequente Übernahme von Verantwortung: Sie habe maßgeblich dazu beigetragen, die Angebote der ALZ in der Region zu stärken und als verlässliche Größe weiterzuentwickeln. Besonders würdigte er ihr internes Engagement, als sie 2022 zusätzlich zur ALZ-Geschäftsführung auch die Geschäftsführung der Diakonie Mark-Ruhr Qualifizierung und Beschäftigung QuaBeD gGmbH in Witten übernahm und beide Organisationen, als sich ergänzende Partner in die Zukunft führte. „Fachlich wie menschlich habe Sie als Führungskraft überzeugt – durch Selbstvertrauen, Orientierung und das Eröffnen neuer Perspektiven für junge Menschen.“
Weitere Gruß- und Dankworte sprachen Maren Mitdank-Andre, Prokuristin der Perspektiv gem. GmbH, Jürgen Scherding, Prokurist der Perspektiv gem. GmbH, Claudia Salterberg, Geschäftsführung der Perspektiv gem. GmbH sowie Superintendent Henning Waskönig, Verwaltungsratsvorsitzender der Diakonie Mark-Ruhr. Auch die Belegschaft würdigte Jeschaks respektvolle, wertschätzende Zusammenarbeit, ihre Offenheit für Vielfalt und Kommunikation auf Augenhöhe.
Annette Jeschak selbst nutzte ihre Abschiedsworte für einen flammenden Appell, die knappen Kassen in der Jugendberufshilfe nicht weiter zu kürzen: „Diese Menschen sind unsere Zukunft.“ Damit schlug sie noch einmal den Bogen zum Mandela-Zitat – und zu ihrer eigenen Haltung, scheinbar Unmögliches gemeinsam möglich zu machen.
Die Diakonie Mark-Ruhr dankt Annette Jeschak für ihr langjähriges, engagiertes Wirken und wünscht ihr für den neuen Lebensabschnitt Gottes Segen, Zuversicht und viele erfüllende Begegnungen. Ein besonderer Dank gilt der Johannis-Stadtkirchengemeinde für ihre Gastfreundschaft sowie allen Mitwirkenden am Gottesdienst. Die gelungene musikalische Gestaltung übernahm Mirjam Schäfer von der Stiftung Creative Kirche.
Bildzeile: Zum Abschiedsgottesdienst von Annette Jeschak, die über viele Jahre die Arbeit-Leben-Zukunft / Perspektiv gGmbH maßgeblich geprägt hat, gartulierten auch Vertreterinnen und Vertreter der Diakonie Mark-Ruhr und der Perspektiv gGmbH. Auf dem Gruppenfoto v.l.n.r.: Volker Holländer (Kaufmännischer Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr), Henning Waskönig (Superintendent und Verwaltungsratsvorsitzender der Diakonie Mark-Ruhr), Annette Jeschak (langjährige Geschäftsführerin der Arbeit-Leben-Zukunft / Perspektiv gGmbH), Matthias Börner (Pfarrer und Theologischer Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr), Maren Mitdank-Andrae (Prokuristin der Perspektiv gGmbH), Claudia Salterberg (Geschäftsführerin der Perspektiv gGmbH) und Jürgen Scherding (Prokurist der Perspektiv gGmbH).
