Aufbildungspartner im Studiengang Sozialwirtschaft an der Dualen Hochschule Baden-Würtemberg in Villingen-Schwenningen

Musikalische Botschafter: Workers Delight beim VIDOR Festival in Nyíregyháza

Musik dient der Völkerverständigung: das haben die Band Workers De-light der Iserlohner Werkstätten eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das 30-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Iserlohn und dem ungarischen Nyíregyháza war der Anlass, warum die integrative Band der Iserlohner Werkstätten auf dem VIDOR Festival gespielt haben.

„Das VIDOR Festival gehört zu den größten künstlerischen Veranstaltungen in Ungarn“, weiß Christophe Hessling von den Iserlohner Werkstät-ten, einer Tochtergesellschaft der Diakonie Mark-Ruhr, zu berichten. „Der Hauptplatz der Stadt Nyíregyháza verwandelt sich während des Zeitraums des einwöchigen Festivals zum größten Kino des Landes, wo abends mehrere tausend Menschen aus Nah und Fern die neuen ungarischen Komödien des Vorjahres belächeln können. Die Zuschauer werden am Festival von einem reichen Straßen-, Puppentheater- und Kunstprogramm erwartet. Es war für uns ein tolles Erlebnis, hieran teilnehmen zu dürfen.“

Auf diesen Auftritt hat sich die Band intensiv vorbereitet: „mehr als ein Jahr, schließlich haben wir als offizielle Vertreter der Stadt Iserlohn gespielt“, sagt Bassist Thomas Liebich. „Wir haben unsere bekannten Eigenkompositionen und Coversongs gespielt und damit das Abendprogramm eingeläutet.“

„Unter den Zuschauern waren auch viele Deutsche und Deutsch-Ungarn, die im Anschluss des Auftritts mit der Band ins Gespräch kamen. Auch eine Gruppe von Menschen mit Handicap einer Wohneinrichtung aus der näheren Umgebung war unter den Zuschauern und kam mit der Band zu Austausch“, hat Christophe Hessling diesen wertvollen Austausch noch in guter Erinnerung.

Dass Workers Delight die Gelegenheit hatte, beim VIDOR Festival zu spielen, ist das Resultat der engen und guten Städtepartnerschaft und Arbeit der Komitee-Mitglieder beider Städte um Edith Marsi (Ungarn) und Thomas Herlinghaus (Iserlohn). „Geboren wurde die Idee letztlich vor gut einem Jahr, als eine Delegation aus Ungarn den Bahnsteig42 besucht hat“, erinnert sich Christophe Hessling, der sich auch selbst für die Städtepartnerschaft einbringt.

Seit mehreren Jahren sind auch die Iserlohner Werkstätten in der Städte-partnerschaft mit eingebunden, um einen Erfahrungsaustausch im Bereich der Arbeits- und Berufsförderung von Menschen mit Handicap vorzunehmen. Unter anderem wurde bereits in 2017 Christophe Hessling, Werkstattleiter der betriebsintegrierten Arbeitsplätze, für einen Fachvortrag zur Ausrichtung und Arbeitsweise der Iserlohner Werkstätten an der Universität von Debrecen in Nyíregyháza eingeladen. Die Iserlohner Werkstätten beteiligten und unterstützen seit dieser Zeit in der aktiven Arbeit der Städtepartnerschaft in Bezug auf die Integration von Menschen mit Handicap in die Gesellschaft.

Hintergrundnformation zu Workers Delight:
Die Band wurde von Mitarbeitenden der Iserlohner Werkstätten gegründet. Mit viel Spaß, Leidenschaft und Engagement haben sie sich zu einer Rock-Band entwickelt. Über die Stadtgrenzen von Iserlohn hinaus, sind die Workers ein Beispiel für gelebte Inklusion und Integration.

2011 erschien ihre erste CD „Voll Atü“. Seit dieser Zeit tritt die Band regelmäßig bei verschiedenen offiziellen Anlässen sowie privaten Veran-staltungen, als auch bei Bandwett-bewerben auf. Zum 50-jährigen Jubiläum der Iserlohner Werkstätten im Jahr 2017 erschien das Album „100 %“. Auf dem Album überzeugen die Workers mit ihrem vielseitigen Repertoire von Rock bis Schlager und Oldie bis Pop – alles im Gewand von guter handgemachter Eigenkomposition oder Cover-Musik.

Thomas Liebich: Bass
Willy Hantke: Gesang
Eric Artley: Solo Gitarre
Philipp Wirmer: Rhythmus Gitarre
Anja Rosa Rosario: Keyboard
Matthias Mittendorf: Schlagzeug
Max Liebich: Schlagzeug
 

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